
Die Free Software Foundation hat eine Kampagne gestartet um potentielle Windows7 User auf die größten Sünden der neuen Windowsversion aufmerksam zu machen.
Bildung
Computerwissen wird heutzutage schon fast mit dem Umgang mit Microsoftprodukten verwechselt. Microsoft gibt natürlich Unsummen aus um diesen Status zu erhalten. Bildung soll aber dem User die Freiheit ermitteln zu wählen und nicht von einem Produkt/Unternehmen abhängig zu werden.
Datenschutz
Durch Windows Genuine Advantage werden Inhalte der Festplatte des Users aus xpgeforscht. Das ganze passiert mit dem Einverständnis des Benutzers, der diesen Vertrag mit MS eingehen muss sonst darf er Windows 7 gar nicht benützen. Das ganze darf laut Lizenzvereinbarung ohne Hinweis geschehen.
Monopolstellung
Die meisten Computer heutzutage werden mit einer vorinstallierten Windowsversion ausgeliefert, egal ob dies der Wunsch des Konsumenten ist.
Herstellerabhängigkeit (Lock in)
Microsoft versucht regelmäßig User zu Updates zu zwingen. Support für alte Windows und Officeversionen wird eingestellt. Die neuen Versionen sind derart aufgebläht das der User seinen alten, noch funktionierenden PC wegschmeißen muss.
Standardsmisshandlung
Microsoft versucht die Entwicklung freier Standards (wie ODF) mit aller Macht zu verhindern, weil diese die Kontrolle die sie mit proprietären Wordformaten über die User haben, gefährden. Die Mittel für den Zweck beinhalten Bestechung von Entscheidungsträgern.
Durchsetzung von Digital Rights Management (DRM)
Der Windows Mediaplayer arbeitet Hand in Hand mit den großen Medienkonzernen um Beschränkungen bezüglich der Wiedergabe und Vervielfältigung von Medien ins Betriebssystem zu integrieren. Beispielsweise verhindert Windows, auf Anfrage von NBC, den Usern Live-TV aufzunehmen obwohl diese das Recht dazu besitzen.
Sicherheit
Windows hat eine lange Geschichte voller Sicherheitslücken, die die Verbreitung von Viren zufolge hat und die Übernahme des Computers durch Fremde, die diesen in Spambotnetze einbinden, begünstigen. Dadurch dass der Sourcecode geheim gehalten wird sind alle Benutzer direkt von Microsoft abhängig Lücken zu schließen -- doch Microsoft hat eigene Sicherheitsinteressen und nicht die der User.
Die FSF schickt Briefe an Entscheidungsträger aus um diese über diese "Sünden" zu unterrichten. Solche fanden bereits den Weg zu den 499 der 500 größten Unternehmen, die Ausnahme ist Microsoft. Für jeden Dollar der gespendet wird gehen weitere zwei Briefe an weitere Windows7-Entscheidungsträger
Weitere Information:
http://www.linux-magazin.de/NEWS/FSF-startet-Kampagne-gegen-Windows-7
http://windows7sins.org/ (Englisch)
http://derstandard.at/1250691271979/FSF-Windows-7-in-den-Mistkuebel